Einfluss der Persönlichkeitsfaktoren auf Wissensaustausch
Eine Schlüsselfrage im Innovationsmanagement ist, wie die Prozesse der Wissensgenerierung und des Wissensaustausches ablaufen und welche personenseitigen Faktoren diese Prozesse beeinflussen. Es hat sich gezeigt, dass sich dauerhafte individuelle Unterschiede (Persönlichkeitseigenschaften) auf das Verhalten am Arbeitsplatz, die Arbeitseinstellung und -leistung sowie darauf, ob und wie Wissen ausgetauscht wird, auswirken. In diesem Forschungsprojekt wird beispielsweise bei einem großen österreichischen Energieversorgungsunternehmens untersucht, wie Persönlichkeitsfaktoren den Wissensprozess (z. B. Wissensdokumentation und Wissensaustausch) beeinflussen. In einem Strukturgleichungsmodell werden Persönlichkeitseigenschaften als Determinanten des Wissensaustausches unter Mitarbeitern empirisch getestet. Das Projekt wurde von Univ.-Prof. Dr. Birgit Renzl gemeinsam mit Prof. Todd Mooradian von der Mason Business School, William & Mary in Williamsburg (VA)/USA , Univ.-Prof. Dr. Kurt Matzler von der Universität Innsbruck/Österreich, Prof. Georg von Krogh von der ETH Zürich/Schweiz und Jun.-Prof. Dr. Julia Müller von der Universität Halle a. S./Deutschland durchgeführt. Ergebnisse dieses Projekts wurden im International Journal of Human Ressource Management (B-Zeitschrift laut VHB-Ranking, siehe www.v-h-b.de) veröffentlicht (vgl. Matzler et al. 2011).
Veröffentlichung der Forschungsergebnisse:
Matzler, K./Renzl, B./Mooradian, T./von Krogh, G./Müller, J. (2011): “Personality traits, affective commitment, documentation of knowledge, and knowledge sharing" International Journal of Human Resource Management, 22, 2, 296-310.
Projektleiterin: Univ.-Prof. Dr. Birgit Renzl